ZUR AKTUELLEN SITUATION

Die ersten Schritte sind gemacht, um Schloss Mainberg langfristig zu erhalten. Die vollständige Sanierung jedoch wird sich nicht einfach gestalten, unter anderem aufgrund statischer Probleme. Schon 1937 mussten im Südflügel Eisenträger eingezogen werden. Um die Rissbildung in der Vorburg zu beobachten, wurden 1962 Gipsplomben gesetzt. Für jedermann sichtbar wurden die Probleme im Mai 2010, als das Landratsamt Schweinfurt den Weg in die Weinberge wegen der einsturzgefährdeten Vorburg sperrte. Ende 2011 machte der damalige Landrat Harald Leitherer die Öffentlichkeit in eindringlichen Worten auf die existenzbedrohende Situation des Schlosses aufmerksam. Nach langwierigen, intensiven Bemühungen von Staatssekretär Gerhard Eck und Landrat Florian Töpper stellte der Freistaat die notwendigen Mittel für eine Notsicherung zur Verfügung, die im November 2017 begann. Unter anderem erhielt die Vorburg ein Stahlkorsett und das Dach des Südflügels wurde abgedichtet.

Die Eigentümerin sucht einen Käufer. Privatleute der Kategorie Sattler oder Sachs, die sich das riesige Schloss leisten konnten, weil sie über beinahe unerschöpflichen Reichtum verfügten, stehen in der Region jedoch nicht mehr zur Verfügung. Dies ahnte wohl auch der oberste Denkmalschützer im Freistaat, Generalkonservator Prof. Petzet, als er die Stadt Schweinfurt 1976 eindringlich bat, das Schloss in öffentlicher Trägerschaft zu belassen.